Der effektive Jahreszins gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits in Prozent an – bezogen auf den ausstehenden Betrag. Anders als der reine Sollzins berücksichtigt er nach der Preisangabenverordnung möglichst alle preisbestimmenden Faktoren und macht Angebote dadurch vergleichbar. Bei Kreditkarten ist er vor allem dann relevant, wenn du den offenen Saldo nicht vollständig, sondern in Raten zurückzahlst (Teilzahlung/Revolving).
Warum das wichtig ist
Solange du deine Kreditkartenrechnung jeden Monat vollständig begleichst, zahlst du in der Regel keine Sollzinsen – der effektive Jahreszins spielt dann praktisch keine Rolle. Erst wenn du in die Teilzahlung gehst, wird er zur teuersten Stellschraube einer Karte. Werte von über 20 % effektiv sind bei Goldkarten keine Seltenheit.
Typische Fehler & Verwechslungen
Häufig wird der effektive Jahreszins mit dem Sollzins verwechselt. Der Sollzins ist nur der „nackte" Zinssatz; der effektive Jahreszins liegt meist höher, weil er die Zinsverrechnung über das Jahr einbezieht. Ebenfalls falsch ist die Annahme, der Zins falle „immer" an – bei vollständiger monatlicher Zahlung entfällt er typischerweise.
Bezug zu Goldkarten
Goldkarten werben mit Leistung, nicht mit günstigen Krediten. Wer eine Goldkarte als Zahlungsmittel nutzt und am Monatsende ausgleicht, kann den Effektivzins ignorieren. Wer dagegen Teilzahlung plant, sollte gezielt Karten mit niedrigem Effektivzins vergleichen.